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Geschichte/en

Gut Langfort

Gut Langfort geht möglicherweise auf eine ehemalige Tumhügelburg, in der Burgenforschung auch Motte genannt, zurück. Inhaber solcher Burgen war der ansässige Adel, der diese Befestigungen zum Schutz von Hab und Gut vor Angriffen errichten ließ. Zwar deute der Namensbestandteil -fort auf eine Furt und damit eine seichte Stelle des Galhauser Bachs hin, doch verdient die erste Silbe Lang noch eine besondere Beachtung. Langfort habe im Mittelalter nämlich Langwit bzw. Langwaden geheißen, was auf gebundene lange Flechtreisigbündel zurückgeführt werden könne, wie sie zur Gründung einer Behausung im sumpfigen Gelände ausgebracht worden sind, um darauf mit Erde  und Holz eine Heimstatt zu errichten. Zudem weisen die Namensbestandteile -waden, auf -widen, was althochdeutsch binden bedeutet sowie auf witu auf Holz, Wald und Binde hin, was ebenfalls in Richtung Flechtreisgbündel verstanden werden kann. Tatsächlich wurden m Jahre 1968 in unmittelbarer Nähe zum Gut Langfort, etwa zwischen AWO-Altenwohnheim und Schwimmbad bei Hausarbeiten solche Flechreisigbündel entdeckt, allerdings nicht weiter untersucht.

 

   
   

Heute ist die Vermutung einer mittelalterlichen Turmhügelburg in rund 500 m Entfernung am Galkhauser Bach als Vorgängerin des 1279 erstmals schriftlich erwähnten Rittersitzes herrschende Meinung. Das Anwesen befand sich im Übrigen bis 1804 in adeligem Besitz, zuletzt des Hauses von Velbrück. 1870 erwarb die Freifrau von Eppinghoven für ihre Söhne Georg und Arthur, außereheliche Nachkommen mit dem belgischen König Leopold I, das Gut. Die bekannte landwirtschaftliche Nutzung des Gebäudes datiert in das Jahr 1913. Das Gut wurde zudem 1922/23 durch Bau des Gutshofes Langfort mit Aufbau des Uhrturms (mit Big Ben-Glockenspiel) erweitert. Nachdem es ab 1936 als Versuchsgut zur Saat- und Samenzucht Verwendung gefunden hatte, ging es 1961 in den Besitz der Stadt Düsseldorf und 1981 in den Besitz der Stadt Langenfeld über. In den 1970er Jahren schließlich begann die reitsportliche Nutzung, die seit August 2001 mit Einrichtung der "Landes-Reit und Fahrschule Rheinland" seinen derzeitigen Abschluss fand. Das Gut ist zudem seit 2004 vom Umweltschutz- und Verschönerungsverein als Denkmalwerter Bau ausgezeichnet.

 

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

Die Sage vom Weißenstein

 

Das Gebäude der heutigen Gaststätte  Am Weißenstein wurde im Jahre 1906 anstelle eines Vorgängerhauses errichtet, von dem keine Bilder mehr existieren. Es wird jedoch vermutet, dass sich an dieser Stelle einst die Zollstätte befand, die nach dem Dreißigjährigen Krieg von Richrath (Zollhaus) aus hierher verlegt wurde. Das Gebäude der Gaststätte befindet sich etwas südlich versetzt an der B 8 gegenüber dem ehemaligen Probsthof , der Alten Posthalterei. Unmittelbar nördlich an der B 8 neben dem Gasthaus steht der Weißenstein. Hier fanden ab 1927 die ersten Rennen der Kirmesjonge um das Blaue Band noch als "Sandbahnrennen" statt. Danach ging es für Jahre in der Treibstraße vor St. Paulus weiter. Schließlich wechselte der Veranstaltungsort in die Baumberger Straße.

 

Um den Weißenstein selbst rankt sich die Legende, dass dort eines Tages der Vormarsch eines Heeres aus dem Osten gestoppt werden soll. Licht in diese nebulöse Prophezeiung bringt unter Umständen eine weitere Überlieferung aus Rheinmühlheim (Köln-Mühlheim): Dort gehe die Sage im Volke, dass wohl die Türken bis auf die Rheinebene der Stadt gegenüber, gelangen würden. Dort werde die Entscheidungsschlacht ausgefochten, in welcher der deutsche Kaise auf einem Schimmel reitend, den türkischen Sultan erschlagen und sein Heer in den Rhein treiben soll. Eine Pferdebestattung vom "Götscher Weg", entdeckt bei Kanalbauarbeiten in den 1960er Jahren, sowie türkische Säbel, aufbewahrt auf Schloss Burg, haben Anlass zu der Vemutung gegeben, hier könne tatsächlich eine wahre Geschichte Eingang in die Sagenwelt gehalten haben. Nach Auskunft türkischer Mitbürger stände nämlich in türkischen Geschichtsbüchern vom Tod des Anführers eines Vorauskommandos irgendwo im Rheinland. Eine Anfrage über das türkische Konsulat hierzu verlief aber leider fruchtlos.

 



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